Das Konzept eines lebenslangen und informellen Lernens geht davon aus, dass nur Leute, die ihr ganzes Leben lang lernen und sich weiter qualifizieren, in der Lage sind, die raschen Veränderungen im privaten und beruflichen Bereich kompetent zu meistern.

Es beinhaltet auch, dass die Lernenden die lebenslange Lernperspektive ihres Lernprozesses selber lenken. Die Bildungssysteme des lebenslangen Lernens werden somit nicht mehr von den Institutionen und der Lehre her definiert, sondern von der Person her, die lernt.

Beim lebenslangen, informellen Lernen geht es darum, dass jeder Mensch entsprechend seinem individuellen Lebensentwurf und seiner Biografie die Lerninhalte selbst definiert und wählt. Dazu braucht es neue und strukturierbare Module mit offenen Bezügen und freien Zugängen. Entsprechend rücken Fragen nach individuellen Lernformen und der persönlichen Gestaltung von Lernprozessen in den Vordergrund. Die individuelle Fähigkeit, die unterschiedlichen Lernfelder in Beziehung zu setzen oder mit neuen Medien wie Internet oder e-learning umzugehen, wird entscheidend.

Das Konzept  des lebenslangen, informellen Lernens stellt einen Paradigmawechsel in der Weiterbildung dar und bedingt eine strukturelle Veränderung des bisherigen Bildungssystems. Es erfordert neue Bezüge zwischen den einzelnen Bereichen des Bildungssystems, sowohl bezüglich Lerninhalten als auch bezüglich Übergängen, Zugängen und des Aufbaus von Wissen, Qualifikationen und Fähigkeiten.

Mit lifcampus.ch versuchen wir einen Beitrag zu diesem Paradigmenwechsel zu leisten.

Peter Meier-Lüscher

Zuletzt geändert: Dienstag, 24. September 2013, 17:14