EDITORIAL

„Das Grundkonzept des lebenslangen Lernens geht davon aus, dass nur Leute, die ihr ganzes Leben lang lernen und sich weiter qualifizieren, in der Lage sind, die raschen Veränderungen kompetent zu meistern. Es beinhaltet auch, dass die Lernenden die lebenslange Lernperspektive ihres Lernprozesses selber lenken. Die Bildungssysteme des lebenslangen Lernens werden somit nicht mehr von den Institutionen und der Lehre her definiert, sondern von der Person her, die lernt.
Beim lebenslangen Lernen geht es darum, dass das Individuum entsprechend seinem individuellen Lebensentwurf und seiner Biografie die Lerninhalte definiert und wählt. Da
zu braucht es neue und strukturierbare Module mit offenen Bezügen und freien Zugängen. Entsprechend rücken Fragen nach individuellen Lernformen und der persönlichen Gestaltung von Lernprozessen in den Vordergrund. Die individuelle Fähigkeit, die unterschiedlichen Lernfelder in Beziehung zu setzen oder mit neuen Medien wie Internet oder e-learning umzugehen, wird entscheidend.

Das Konzept des lebenslangen und informellen Lernens stellt einen Paradigmawechsel in der Weiterbildung dar und bedingt eine strukturelle Veränderung des bisherigen Bildungssystems. Es erfordert neue Bezüge zwischen den einzelnen Bereichen des Bildungssystems, sowohl bezüglich Lerninhalten als auch bezüglich Übergängen, Zugängen und des Aufbaus von Wissen, Qualifikationen und Fähigkeiten.Quelle: Wörterbuch der Sozialpolitik

Auch bei dieser   Lern- und Wissensmanagement -Plattform lifecampus.ch gilt dieses Grundkonzept voll und ganz. Seit vielen Jahren habe ich mich als Wirtschaftspädagoge und Bildungs-Manager  auch stets für die Integration von Informations- und Kommunikationstechnologien in Lehr- und Lernprozesse engagiert. Das dabei erworbene Knowhow über Lernplattformen, e-Moderation/e-Coaching und Social-Media-Systeme möchte ich deshalb auch in diesem Projekt anwenden. Mit lifecampus.ch erfülle ich mir den Traum, auch in meinen reiferen Jahren nochmals meiner Vision einer Weiterbildung in selbstgesteuerten Lernwelten näher zu kommen. 

Ich habe folglich als Erstes eine Landkarte mit sieben Sektoren, welche einer ganzheitlichen Lebensgestaltung entsprechen, kreiert. Auf dieser virtuellen Landfläche ist  ein Bildungs-Campus mit über 30 Häusern vorgesehen, welche es nun mit Inhalten zu füllen gilt.

Ich wünsche mir in eine  grosse Resonanz bei vielen Menschen, denen ich mit diesem Projekt einen Beitrag zu einer lebendigen Auseinandersetzung mit lebenslangen Lernen ermöglichen kann.

 

Aarau, im März 2016     Dr. Peter Meier-Lüscher

Zuletzt geändert: Mittwoch, 10. Februar 2016, 11:05